Anbindung B61

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Anschluss B61

Der Plan

Übersichtslageplan
Übersichtslageplan
© Stadt Löhne

Seit Mitte der 1980-er Jahre gibt es planerische Überlegungen, die bislang unzureichende Erschließung des Gewerbegebietes „Am Hellweg“ durch einen planfreien Anschluss der Straße „Großer Kamp“ an die B 61 zu verbessern. Der Ortskern Gohfeld soll vom gewerblichen Verkehr entlastet, die Standortbedingungen für das Gewerbegebiet durch unmittelbaren Anschluss an das Bundesfernstraßennetz verbessert werden.

Übersichtslageplan [PDF: 6,1 MB]  

Der Anfang

B-Plan 102 A
B-Plan 102 A

1993 wurde im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsstudie aus einer Reihe von Varianten die umweltschonendste Anbindung ausgewählt. Leider konnte der für den Straßenbau erforderliche Grunderwerb erst in 2009 abgeschlossen werden. Mit dem Bebauungsplan 102A, der nach längerem Aufstellungsverfahren im November 2014 Rechtskraft erlangte, wurden die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für den Neubau der Anschlussstelle geschaffen. 

B-Plan [PDF: 2 MB]  

Die Zusammenhänge

Parallel zum Aufstellungsverfahren für den Bebauungsplan wurde die bautechnische Entwurfsplanung vorangetrieben. Im Rahmen des Gesamtprojektes müssen nicht nur die beiden „Anschlussohren“ neu gebaut werden. Auch das Brückenbauwerk, welches die B 61 über die Straße „Großer Kamp“ führt, ist wegen der zusätzlichen Ein- und Ausfädelspuren in der Breite nicht mehr ausreichend und muss komplett ersetzt werden. Um eine ausreichende Durchfahrtshöhe zu gewährleisten, wird die Straße „Großer Kamp“ künftig tiefer liegen. In östliche Richtung wird die Straße ausgebaut und verkehrsgerecht an die Kreisstraße „Alter Postweg“ angebunden. In westliche Richtung wurde die Straße „Großer Kamp“ zwischen „Unterer Hellweg“ und „Scheidkamp“ bereits neu gebaut, um eine angemessene Zufahrt in das Gewerbegebiet „Am Hellweg“ zu gewährleisten. 

Die Kosten

Da die neue Anschlussstelle an eine Bundesstraße anbindet, teilen sich der Bund und die Stadt Löhne die Kosten in etwa im Verhältnis 2:1, darüber hinaus beteiligt sich das Land Nordrhein-Westfalen mit einer Landeszuwendung in Höhe von 65 % an den von der Stadt zu tragenden Kosten. Die Entwurfsplanungen sind vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur genehmigt, die Maßnahme ist in den Straßenbauplan des Bundes eingestellt.
Damit sind alle Voraussetzungen erfüllt, um endlich mit dem rund 10 Millionen teuren Bauprojekt beginnen zu können.

Notwendige Verkehrsmaßnahmen/Einschränkungen während der Bauzeit

Lageplan Zwischenausbau
Lageplan Zwischenausbau

Für den Abriss und Neubau des Brückenbauwerks unter laufendem Verkehr auf der B 61 muss die Straße „Großer Kamp“ voll gesperrt werden. Daher wird in der 1. Bauphase ein provisorischer Anschluss an die B 61 errichtet, der im Wesentlichen bereits die Trasse des südwestlichen „Anschlussohres“ aufnimmt. Insbesondere der gewerbliche Verkehr wird mit diesem Provisorium direkt von der B 61 in das Gewerbegebiet bzw. aus diesem heraus auf die Bundesstraße geführt. Hierzu ist ein großräumiges Umleitungskonzept entwickelt worden.

Lageplan Zwischenausbau [PDF: 2,4 MB]

Erschwert wird die Leitung der Verkehre vom und zum Gewerbegebiet durch weitere Baumaßnahmen, welche der Landesbetrieb Straßenbau NRW für den Zeitraum des Neubaus der Anschlussstelle geplant hat. Bedeutendes Hindernis für die Führung des Schwerlastverkehrs ist die bereits bestehende Tonnagebegrenzung der Sudbachtalbrücke im Verlauf der B 61 südlich unseres neuen Anschlusses. Diese Brücke soll unter Vollsperrung der Bundesstraße ab 2017 abgerissen und neu gebaut werden. Der Umbau des Autobahnkreuzes Löhne im Zuge der Nordumgehung Bad Oeynhausen wird kurzfristig in Angriff genommen und führt zu weiteren großräumigen Umleitungen. In Exter hat der Neubau der B 611 (in etwa auf der Trasse der Knickstraße) begonnen, verbunden mit dieser Maßnahme ist in 2017 der Umbau des „Ratio-Kreisels“. 

Verkehrsführung gesamt aktuell
Verkehrsführung gesamt aktuell

 

 

 

Verkehrsführung (nach Sperrung "Großer Kamp") [PDF: 5,3 MB]

Kaum zu vermeiden sein dürfte es, dass sich während der Sperrung „Großer Kamp“ ortskundige Pkw-Fahrer auf Schleichwegen, auch durch Wohngebiete, ihren Weg vom und zum Gewerbegebiet suchen werden. Um die Belastungen in erträglichem Rahmen zu halten, hat die Stadt auch ein kleinräumiges Verkehrslenkungskonzept erarbeitet, welches flexibel, je nach Bauphase, umgesetzt wird. Wir müssen aber alle Betroffenen um Verständnis bitten, dass es auf den Straßen südlich der Bahnlinie etwa im Raum zwischen „Königstraße“, „Alter Postweg“ und „Weihestraße“ während der circa zweijährigen Bauphase der Brücke B 61 zu deutlichen Mehrbelastungen kommen wird. Mit dem Neubau der Anschlussstelle soll die Erschließung des Gewerbegebietes verbessert werden. Dies bedeutet weniger Verkehr und weniger Lärm im Umfeld, insbesondere im Ortskern Gohfeld, aber auch im östlichen Bereich von Löhne-Bahnhof.

Bis zur Inbetriebnahme sind aber noch einmal Verständnis und Geduld der dortigen Anwohner gefordert. Danke für Ihr Verständnis !

1. Bauphase (bereits beendet)

Seit dem 04. Juli 2016 ist der provisorische Anschluss in Betrieb. Zurzeit laufen die Vorbereitungen zur Ausschreibung der weiteren Baumaßnahmen. Mit dem Abriss und Neubau des Brückenbauwerks Sudbachtalbrücke unter Vollsperrung "Großer Kamp" sollte nach derWinterpause begonnen werden. (Stand Juli 2016)

Das Ende

Die Gesamtmaßnahme soll nach derzeitiger Planung 2018 abgeschlossen sein.