Stadt Löhne - Neujahrsgrüße

Schrift
> home > Aktuelles > Neujahrsgrüße

Inhaltsbereich

Silvester / Jahreswechsel / Wnsche

»Löhne ist meine und Ihre Heimat.«

 

 

 

Dezember 2016

 

Liebe Löhnerinnen und Löhner, liebe Freundinnen und Freunde unserer Stadt, liebe Gäste,

immer noch tief bestürzt und bedrückt von dem Anschlag in Berlin und den globalen Ereignissen, die unsere Welt zur Zeit prägen, kann ich doch sagen, dass das auslaufende Jahr zumindest in Löhne vielleicht ein wenig ruhiger zu Ende geht als das vorangegangene.

Es liegen wieder zwölf ereignis- und arbeitsreiche Monate hinter uns - Zeit für eine Rückschau – und diese ist für unsere Stadt insgesamt erfreulich.

Zum einen haben Projekte, die schon in den vergangenen Jahren initiiert wurden, in diesem Jahr ihre Früchte getragen. Dabei denke ich unter anderem an die neue Anbindung der B61 an das Gewerbegebiet „Am Hellweg“. Im Juni wurde außerdem das Hermes-Logistikzentrum eröffnet. Damit konnten wir für Löhne etliche Arbeitsplätze sichern und sogar dazu gewinnen. Außerdem haben wir das Signal gesetzt, dass Wirtschaft in Löhne Zukunft hat.

Im Jahr 2016 haben Politik, Verwaltung und Ehrenamtliche viele neue Impulse gegeben: Im November wurden die ersten vier Stolpersteine verlegt, um Menschen aus Löhne zu gedenken, die Opfer des Nationalsozialismus geworden sind. Den Einsatz für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde pflegt schon seit vielen Jahren das Löhner „Bündnis für Vielfalt“ mit ihrer Idee zur Allee des Grundgesetzes. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind gerade in diesen Zeiten leider keine Selbstverständlichkeiten; es lohnt sich dafür einzustehen.

Es gibt viele Gründe für mich, stolz auf diese Stadt zu sein. Dass es so viele Menschen gibt, die sich mit Energie, Leidenschaft und Kreativität in Vereinen, Institutionen und Initiativen einsetzen – für die Werte unserer Demokratie, für den Gemeinsinn aber auch für die Lebensqualität in unserer Stadt, macht Hoffnung und Mut für die Zukunft. Dieses Bewusstsein, dass jeder Verantwortung für einander und für die Erde und die Umwelt mit allen Ängsten, Herausforderungen trägt, zeigt sich in so vielen, auch ganz kleinen Dingen in Löhne.

Seit gut einem Jahr bin ich nun Bürgermeister in Löhne, ich habe den Jahresverlauf eines Bürgermeisters mit allen Arbeitsvorgängen, die begleitet werden von Neujahrsgesprächen, Frühjahrsausstellungen, Schulentlassfeiern, Sommerfesten, Herbsttagungen, Oktoberfest bis zu den Weihnachtstreffen einmal erleben dürfen. Das Besondere daran sind die Begegnungen mit den Menschen mit ihrem Tatendrang und Mut. Auch als Löhner lerne ich dabei noch viele neue Vereine, Institutionen und Orte kennen

Die Spanne ist groß, beim Babyempfang 2016 lernte ich fröhliche brabbelnde neue Löhnerinnen und Löhner kennen, nur einige leicht nörgelig, zu Recht, sie fühlten sich im Schlaf gestört. Mit den Eltern gab es anregende Gespräche über „jung“ sein in Löhne. Kurze Zeit später durfte ich der ältesten Löhnerin (106 Jahre) zum Geburtstag gratulieren und einfach ein wenig Zeit mit ihr verbringen. Dazwischen liegen so viele weitere Begegnungen und Aktionen…Spatzenberg, Kleiderkirche, mit dem Schüler und Naturfreund Tjorven am Schlossteich stehen, im Sprachcafé der VHS verweilen . . .

„Wir“ kümmern uns „zusammen“. Nur durch große Anstrengungen der Verwaltung und nur durch die noch größere ehrenamtliche Hilfsbereitschaft aus allen Teilen der Bevölkerung, kann dieses „Wir“ entstehen und wachsen. Dieses „Wir“ ist in Löhne sehr stark ausgeprägt. An dieser Stelle will ich allen danken, die dieses möglich machen. Danke!

Dazu gehören all die ehrenamtlich Tätigen im sozialen, kulturellen, schulischen oder sportlichen Bereich, sowohl in Vereinen und Verbänden als auch in gemeindlichen und kirchlichen Gremien. Ohne dieses immer wieder neue ehrenamtliche Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger würde sich die Lebensqualität in Löhne drastisch verschlechtern.

In diesem Zusammenhang denke ich an einen Vergleich, den ein ehrenamtlicher Löhner in diesem Jahr ins Spiel brachte, Löhne sei flächenmäßig so groß wie Manhattan, nur eben ganz anders, die Menschen und auch die Stadtplanung. Ja, aber wir arbeiten daran, insbesondere an der Entwicklung des Innenstadtkonzeptes mit dem integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK, nicht an Manhattan aber an Meilensteinen für Löhnes Zukunft. Wir alle sind uns einig: die Innenstadt, die Werre und der Bahnhof können und sollen erlebenswerter werden. Das haben die öffentlichen Versammlungen gezeigt. Hier wurde auch deutlich, dass das Interesse der Löhner an ihrer Stadt ungebrochen ist. Die Umsetzung wird nicht von heute auf morgen passieren können – das muss ich vorwegnehmen. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir mit der entsprechenden Förderung viele der 33 Maßnahmen in den nächsten Jahren realisieren können. Dem Verein „Löhne umsteigen“ sei dafür gedankt, dass ein Konzept entstanden ist, das den Bahnhof wieder zu einem Ort der Begegnung werden lassen kann.

Viel abverlangt wurde in diesem Jahr den Schulen. Umgezogen ist im letzten Jahr schon die Werretalschule, 2016 folgten die Grundschule Löhne-Bahnhof sowie die Städtische Realschule. Da mussten nicht nur etliche Kartons gepackt werden, sondern große organisatorische Herausforderungen bewältigt werden.

Ich vertraue darauf, dass Löhne mit gemeinsamer Stärke und Ihrer Unterstützung weiter wachsen und gedeihen kann. Seien Sie sich sicher: Ich werde mich weiterhin mit dem Rat und der Verwaltung offensiv für die Belange unserer Stadt einsetzen.

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein friedvolles, gesundes und erfolgreiches neues Jahr und viel

Glück bei all dem, was Sie sich persönlich vorgenommen haben.

Alles Gute für 2017!

Ihr Bernd Poggemöller
Bürgermeister