Stadt Löhne - Baumschutzsatzung

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Baumschutzsatzung

Innerhalb unserer bebauten Umwelt stellen Bäume ein belebendes und auflockerndes Element dar. Sie erfüllen zudem vielfältige ökologische Funktionen.

Eine große Eiche auf einem Hofgrundstück Bäume…

...prägen das Stadtbild
...tragen zum Lärmschutz bei.
...verbessern die Luft, in dem sie Staub filtern.
...sind ein Lebensraum für unzählige Tier- und  Pflanzenarten
...binden klimaschädliches CO2 und produzieren O2


In der Stadt Löhne sind Bäume ab einer bestimmten Größe innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile sowie im Geltungsbereich von Bebauungsplänen durch eine spezielle Baumschutzsatzung generell geschützt.

Ziel der Baumschutzsatzung
Ziel der Satzung ist die Sicherung des Naturhaushaltes im Bereich der Stadt Löhne durch die Erhaltung des Baumbestandes. Der gegenwärtig bereits stark reduzierte Baumbestand soll sowohl quantitativ als auch qualitativ erhalten bleiben.

Welche Bäume fallen unter den Schutz der Baumschutzsatzung?
Unter den Schutz dieser Satzung fallen alle Bäume (außer Obstgehölze) mit einem Stammumfang von 80 und mehr Zentimetern, gemessen in einer Höhe von 100 cm über dem Erdboden. Liegt der Kronenansatz unter dieser Höhe, ist der Stammumfang unter dem Kronenansatz maßgebend. Bei mehrstämmigen Bäumen ist die Summe der Stammumfänge entscheidend.

Wie bekomme ich eine Ausnahmeregelung?
Gemäß § 5 (1) der Baumschutzsatzung kann eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden, wenn

  • aufgrund eines rechtskräftigen Urteils eine Pflicht zur Entfernung oder Veränderung der Gehölze besteht,
  • von dem Baum Gefahren für Personen und Sachen ausgehen und diese nicht auf andere Weise und mit zumutbarem Aufwand zu beheben sind,
  • der Baum krank ist und die Erhaltung auch unter Berücksichtigung des öffentlichen Interessen daran mit zumutbarem Aufwand nicht möglich ist.

Eine Befreiung kommt insbesondere dann in Betracht, wenn eine nach den baurechtlichen Vorschriften zulässige Nutzung sonst nicht oder nur unter wesentlichen Beschränkungen verwirklicht werden kann (§ 5(2) der Satzung).

Bäume und Artenschutz
Die Bäume sind gleichwohl auf das Vorhandensein von Nist-, Brut-, Wohn- und Zufluchtsstätten zu überprüfen. Sind bei einer möglichen Entfernung des Baumes Nist-, Brut-, Wohn- und Zufluchtsstätten gefährdet, so ist der § 39 Bundesnaturschutz (Artenschutzregelung) zu beachten.

Eine Ausnahme oder Befreiung ist mit einem Formblatt (das Antragsformular kann in der Sidebar heruntergeladen werden) zu beantragen. Die Fällgenehmigung ist mit der Auflage zu einer Ersatzpflanzung verbunden. Pro gefälltem Baum muss mindestens ein heimischer Laubbaum mit einem Stammumfang von 16/18 cm gepflanzt werden. Die in Frage kommenden Laubbäume sind einer Pflanzliste zu entnehmen.