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Digitalisierung

FAQ

Stand: Juni 2020

1.  Grundsätze

1.1 Chancen der Digitalisierung am SGL

In den vergangenen Jahren hat sich das Nutzungsverhalten digitaler Technik stark verändert und der prozentuale Anteil der Schüler*innen, die bereits eigene digitale Endgeräte besitzt steigt stetig. Das SGL sieht die dringende Notwendigkeit, diesem Aspekt Rechnung zu tragen und die Vermittlung digitaler Kompetenzen verstärkt in den Blick zu nehmen. Letztlich vollzieht sich ein Leitmedienwechsel: Jahrhundertelang schöpften wir unser Wissen aus Büchern. Hauptsächliche Grundlage von Schulen und von Universitäten waren Bücher bzw. Bibliotheken. Heute entnehmen wir unser Wissen zumeist dem Internet. Während man früher in Lexika einen bestimmten Aspekt nachgeschaut und eine, zumeist klare Antwort erhalten hat, liefert uns das Internet eine Fülle weiterer Informationen, die uns durch vielfache Vernetzung wieder zu noch weiteren Informationen führen und auf diversen Quellen basieren. Das verlangt völlig andere Kompetenzen als bisher und diese müssen wir unseren Schüler*innen als Vorbereitung auf ihre zukünftige Lebens- und Arbeitswelt vermitteln.

Bisher kommen im Unterricht die digitalen Endgeräte der Schüler*innen im Rahmen von „Bring your own device“ bereits vielfach zum Einsatz. Dieser Einsatz hat allerdings Grenzen und auch einige Nachteile, da es sich häufig um ein Smartphone mit eher kleinem Display handelt. Die Modelle, Betriebssystem und Apps unterscheiden sich zum Teil erheblich voneinander. Zudem ist es auch nicht ohne weiteres möglich, lizenzrechtlich von der Schule erworbene Anwendungen auf diesen Geräten zu nutzen und die Datenschutzbestimmungen oder andere Rechtsvorschriften einzuhalten. Letzteres ist generell bei jeder Art von privatem digitalen Endgerät problematisch, wobei der unterrichtliche Einsatz digitaler Endgeräte nicht nur in der Schule sondern auch Zuhause mit Alter und Jahrgangsstufe zunimmt, nicht nur im Rahmen der Hausaufgaben.

Die größten Chancen der Digitalisierung sehen wir am SGL in der dadurch besser möglichen Individualisierung von Lernprozessen. Unterschiedlichen Lerntempi, unterschiedlichen Lernniveaus und unterschiedlichen Interessenschwerpunkten kann dabei leichter Rechnung getragen werden. Wir haben hier ein geeignetes Instrument, um Heterogenität unterrichtlich gewinnbringend zu begegnen. Die Medienkompetenz zu fördern und insgesamt zur bewussten Mediennutzung zur erziehen ist eine der Kernaufgaben von Gesellschaft, Elternhaus und Schule.

Aus diesem Grund hat das SGL in diesem Schuljahr einen Schwerpunkt der Schulentwicklung auf den Digitalisierungsprozess gelegt, welcher den Prozess der Digitalisierung am SGL in eine konkrete Projektplanung überführt. In diesem Zusammenhang wurden oben stehende Überlegungen bereits in allen schulischen Gremien ausführlich diskutiert und eine Pilotierung als Antwort auf die Entwicklungen und Probleme durch Abstimmungen und Beschlüsse auf den Weg gebracht. Diese sieht ein mit der Stadt abgestimmtes Ausstattungsszenario vor, dass in einem nächsten Schritt die Anschaffung von elternfinanzierten I-Pads in der Jahrgangsstufe 9 vorsieht, welche sowohl schulisch als auch privat genutzt werden können.

1.2 Warum wurden die Jahrgangsstufe 9 und das iPad als digitales Endgerät ausgewählt?

In allen Arbeitsgruppen wurde sich dafür ausgesprochen, die Anschaffung von digitalen Endgeräten in einen höheren Jahrgang der Sek. I zu legen. Für den Jahrgang 9 sprach die Tatsache, dass bei der Evaluation des Werkstattunterrichtes herauskam, dass eine hinreichende Anzahl digitaler Endgeräte für individualisiertes, ortsunabhängiges und mobiles Arbeiten erforderlich ist. Die Umsetzung des Medienkompetenzrahmen NRW sieht ebenfalls eine progressive und zunehmende Nutzung digitaler Werkzeuge und der Vermittlung von Medienkompetenzen in allen Fächern vor. Spätestens im Jahrgang 10 benötigen die Schüler*innen auch einen grafikfähigen Taschenrechner, dessen Anschaffung dann entfallen könnte. Die Lizenzen für die entsprechende iPad basierte App-Variante wird die Stadt übernehmen. Des Weiteren wurde argumentiert, dass sich die Anschaffung der Geräte auch für potenzielle Abgänger am Ende der Jahrgangsstufe 10 noch lohnen würde. Die Geräte können danach privat weiter genutzt werden und auch in andere Schulnetze aufgenommen und integriert werden.

Eine umfangreiche Recherche und Informationsbeschaffung haben darüber hinaus ergeben, dass es zu Apples iPad als Hardware-System für die von uns vorgesehenen Nutzungsmöglichkeiten derzeit keine Alternative gibt. Dafür sprechen der relativ günstige Anschaffungspreis, die Administration und der First-Level-Support über ein sogenanntes „mobile device management“, die gleichzeitige schulische und private Nutzungsmöglichkeit, die Möglichkeit der Bereitstellung von schulischen Lizenzen sowie der Versicherungs- und Diebstahlschutz. Das SGL wird in der Schule aber parallel auch weiterhin mit Windows-Geräten arbeiten. Es ist derzeit nicht geplant, den Informatikraum, die Mediathek oder die Laptops, die sich in der Ausleihe befinden, durch Apple-Geräte zu ersetzen.

1.3 Wie sieht das technische Ausstattungsszenario der Schule insbesondere für die Jahrgangstufe 9 aus und was ist noch geplant?

- Ausstattung der 9er Klassenräume mit digitalen Prowise Tafeln, die über air-play optimal auf das iPad abgestimmt sind

- W-Lan und schnelles Internet in allen Gebäudeteilen inklusive aller Klassen-, Fach- und Differenzierungsräume verfügbar

- die 2 Informatikräume sollen auf 30 Arbeitsplätze aufgestockt werden

- Apple-TV wird in Räumen mit Beamer und Whiteboard eingesetzt

1.4 Schulinternes Medienkonzept

Das schulinterne Medienkonzept bildet die Basis der schulischen Arbeit mit digitalen Medien und begleitet den gesamten Digitalisierungsprozess. Es bildet dabei sowohl pädagogische Leitgedanken als auch den Medienkompetenzrahmen ab. Dabei wird es kontinuierlich aktualisiert. Das Technisch-Pädagogische Einsatzkonzept bildet die Basis für Abstimmungen mit der Stadt Löhne und derzeit wird auch ein Sozialkonzept erarbeitet.

Die folgende Grafik veranschaulicht die Stellung und Funktion des schulinternen Medienkonzepts für die Schulentwicklung am SGL:

Digitalisierung
Digitalisierung

1.5 Digitale Medien müssen immer wieder auch kritisch betrachtet werden. Ist sich die Schule dessen bewusst?

Die Schule bietet die idealen Rahmenbedingungen, um einen kritischen und kompetenten Umgang mit neuen Medien zu erlernen. Zudem wird das Thema zunehmend auch Unterrichtsgegenstand. Auf Grundlage der Entscheidung der Schulkonferenz zur Pilotierung der Einführung elternfinanzierter digitaler Endgeräte sowie des Medienkompetenzrahmens NRW, werden unsere Curricula in allen Fächern systematisch modifiziert und auf die Herausforderungen des digitalen Lernens angepasst. Dazu zählt der kritische Umgang mit dem Digitalisierungsprozess genauso wie Aspekte der Nachhaltigkeit.

1.6 Welche pädagogischen Plattformen nutzt das SGL und warum hat die Schule sich dafür entschieden?

Die Plattform Moodle ist eine pädagogische Kommunikationsplattform, die alle am Schulleben Beteiligten sicher miteinander vernetzt und z.B. zum Austausch von Nachrichten oder Dateien dient. Die Plattform ist nur über Zugangsdaten einsehbar und bietet die Möglichkeit, Kurse anzulegen und so Unterrichtsprozesse zu steuern. Weitere Komponenten sind z.B. die Integration des Raumbuchungssystems der Schule, die Klassenarbeitsplanung sowie viele weitere Module. Die Plattform ist Datenschutzkonform nach DSGVO.

Neben Moodle ist am SGL vor allem das Schulnetz „logodidact“ der Firma SBE im Einsatz. Das pädagogische Schulnetz überzeugte zunächst vor allem durch die einfache und klare Verwaltung bzw. Administrierung der schulischen Endgeräte und die Offenheit für die Einbindung privater Endgeräte. Alle Daten werden sicher und gemäß den Datenschutzbestimmungen der DSGVO auf einem Server in der Schule abgespeichert, der von der Firma in unserer Schule installiert wurde. Der Schulserver stellt dabei bereits zahlreiche pädagogisch-didaktische Funktionen wie die „Nextcloud“, einen Webfilter für sicheres Surfen, das „ld mobile“ und die „logodidact console“ bereit, über welche sich Unterrichtsprozesse gestalten, begleiten und steuern lassen. Im Zuge der Digitalisierung baut das SGL den Schulserver zu einem modernen Lernmanagementsystem aus, dass mit Office 365 und einer e-learning Plattform gekoppelt ist. Lehrer*innen und Schüler*innen haben auch hier einen individualisierten und passwortgeschützten Zugang, über den alle jetzigen und zukünftigen Funktionen erreichbar sind. Office 365 wird dabei auch auf privaten Endgeräten unterstützt.


2. Anschaffung

2.1 Wie verläuft die Beschaffung der elternfinanzierten iPads?

Wir kooperieren bei der Anschaffung mit der Gesellschaft für Digitale Bildung und der Firma SBE. Diese bereiten für die einzelnen Klassen einen Online-Warenkorb vor, über den die iPads (10,2 mit 128GB) und eine Auswahl an Zubehör bestellt werden können. Dabei ist sowohl ein Sofortkauf mit 6% Skonto als auch eine 0%-Finanzierung mit wählbaren Raten (3-36 Monate über die Santanderbank) möglich. Die Farbe des Geräts kann selbst gewählt werden. Das Zubehör muss nicht zwingend über den Anbieter gekauft, sondern kann auch anderswo selbst beschafft werden. In jedem Paket inkludiert ist eine Hülle, eine Kompaktversicherung der Wertgarantie AG, die alle wesentlichen Aspekte ohne Selbstbeteiligung abdeckt (z.B. Bruch und Diebstahl) und die DEP-Registrierung. Die Gesellschaft für digitale Bildung bietet dabei eine 36 monatige Garantie mit 48h Austauschservice. Die Bestellung über das Portal erfolgt durch die Eltern nach Bekanntgabe der Interseite und Zugangsdaten. Die Geräte werden dann gesammelt zur Administrierung an die Schule verschickt. Die Finanzierung bzw. Bezahlung der Geräte beginnt in der Regel erst nach der Ankunft der Geräte. Die Schule bindet die Geräte in das schulische System ein und übergibt sie dann an die Schüler*innen. Weitere Informationen finden Sie auf https://www.gfdb.de/eltern/.

2.2 Warum kann ich kein anderes eigenes Gerät mit in die Schule bringen, z.B. ein Microsoft Surface oder ein Android Tablet?

Im Unterricht müssen die Lehrer*innen in der Lage sein, bei kleineren Problemen mit den Geräten zu helfen. Man kann nicht erwarten, dass sich jede Lehrerin und jeder Lehrer mit allen Geräten, die der Markt hergibt, auskennt. Das gilt auch für den Support und die Administration der Endgeräte in der Schule, die in der Lage sein muss sowohl Fehler schnell zu beheben, als auch neue Apps und Lizenzen schnell und sicher einzuspielen. Hinzu kommt, dass die Verfügbarkeit von Apps nicht auf allen Geräten gleichermaßen gegeben ist. Die Nutzung der gleichen Hardware ermöglicht darüber hinaus eine deutlich bessere Kooperation und Kommunikation zwischen allen Beteiligten in und außerhalb des Unterrichts.

2.3 Wir haben bereits ein iPad, iPad Pro oder MacBook. Kann das anstelle des anzuschaffenden iPads genutzt werden?

Ja und Nein. Zwar ist die Kompatibilität bei iPads gegeben, da es sich ebenfalls um ein Apple-Gerät handelt; als Schule legen wir aber Wert auf Bildungsgerechtigkeit: Innerhalb der einzelnen Klassen / Kurse führt jede Form der heterogenen Ausstattung zu Begehrlichkeiten und übt Druck auf die Eltern aus. Das wollen wir als Schule nicht. Daher müssen die Geräte vergleichbar bleiben, wobei sich das SGL für die 10,2 Zoll iPads mit 128GB entschieden hat. Ein MacBook nutzt darüber hinaus ein anderes Betriebssystem und wäre von einer Nutzung technisch ausgeschlossen, da viele Apps nicht verfügbar wären. Grundlage ist also das Betriebssystem iOS und die Maße des Bildschirms. Bei Geräten älter als 1,5 Jahre würde man aufgrund der Vergleichbarkeit ebenfalls von einer Einbindung abraten.

2.4 Was ist zu beachten, wenn man das Gerät selbst anderswo kaufen möchte oder ein bereits vorhandenes Tablet nutzen möchte?

In jedem Fall muss eine von der Vorgabe der Schule abweichende Beschaffung bei der Schulleitung schriftlich beantragt werden. Die Tablets, die über unsere Kooperationspartner gekauft werden, sind bereits beim Apple-DEP (Device Enrollment Program) registriert, d.h. für die Administrierung vorbereitet. Die Einbindung in das schulische System kann somit sehr schnell erfolgen. Der Aufwand für die Einbindung anderer Geräte ist sehr viel größer, weshalb die Schule vorher darüber informiert sein muss. Beachten Sie bitte, dass für diese Geräte weder der Support, Versicherungs- noch Diebstahlschutz durch unsere Kooperationspartner besteht.

2.5 Muss ich die Versicherung zwingend mit abschließen?

Im Angebot unserer Kooperationspartner ist die Versicherung inkludiert, d.h. nicht ausschließbar. Wenn Sie das Gerät selbst anschaffen, empfehlen wir als Schule dringend den Abschluss einer Versicherung. Auch wenn keine Absicht bei einem Schaden vorliegt, bleibt die Schadensregulierung für Eltern unangenehm und konfliktträchtig, sofern keine Versicherung abgeschlossen wurde. 

2.6 Die Geräte sind sehr teuer. Was machen wir, wenn wir das finanziell nicht stemmen können?

Im Zuge eines Sozialplans haben wir in Absprache mit dem Förderverein einige Tablets erhalten, die wir kostenlos für diejenigen zur Verfügung stellen können, die finanziell vor große Herausforderungen gestellt sind. Um ein solches Gerät zu erhalten müssen keine Bescheinigungen eingereicht werden und es erfolgt auch keine Überprüfung der Einkommensverhältnisse. Im Rahmen unserer vertrauensvollen Zusammenarbeit setzen wir darauf, dass die Eltern, die sich bei uns melden, tatsächlich Schwierigkeiten mit der Finanzierung haben. Der Schulleitung, der Schulkonferenz und insbesondere den dort beteiligten Schüler*innen ist es ganz besonders wichtig, dass alle Schüler*innen die gleichen Voraussetzungen und damit alle ein Tablet zur Verfügung haben werden.
Sollten finanzielle Schwierigkeiten bestehen, ist in jedem Fall ein kurzer schriftlicher Antrag an die Schulleitung zu stellen.


3. Administrierung

3.1 Warum müssen die selbstgekauften Geräte über ein Mobile Device Managementsystem (MDM) administriert werden?

Für die Administrierung der Geräte über ein MDM gibt es aus Sicht der Schule drei wesentliche Gründe:

Erstens muss sichergestellt sein, dass alle Schüler*innen über die in den jeweiligen Fächern relevanten Apps verfügen können. Durch die Einbindung der Geräte ist es möglich, entsprechende Apps zentral und damit ohne größeren Verwaltungsaufwand zuzuweisen. Auch können neue Apps nachträglich auf den Geräten installiert werden. Falls kostenpflichtige Apps angeschafft werden sollen, kann die Schule die entsprechenden Volumenlizenzen erwerben und diese den Schüler*innen dann kostenfrei zur Verfügung stellen. Damit besteht auch keine zwingende Notwendigkeit, sich privat bei Apple mit einer sogenannten Apple-ID zu registrieren.

Zweitens wird durch die Einbindung der Geräte die Prüfungssicherheit gewährleistet. In Prüfungssituationen kann die Fachlehrkraft das Gerät in einen Klausurmodus (Ein-App-Modus) versetzen, sodass die Schüler*innen für die Zeit der Prüfung nur Zugriff auf die jeweils relevante App haben.  Darüber hinaus erhalten Lehrer*innen die Möglichkeit auch in einer Unterrichtsstunde die angezeigten Apps auf die während der Stunde benötigten zu reduzieren.

Drittens bietet das am SGL eingesetzte „ld mobile“ weitere nützliche Funktionen, wie die Integration von Apple Classroom, einer hybriden Cloudlösung usw.

3.2 Welche Möglichkeiten gibt es, das von der Schule administrierte Gerät zu steuern?

Die Integration der Geräte in das Schulnetz und in das Mobile Device Managementsystem (MDM) geschieht nach den Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung. Zwei Szenarien werden an dieser Stelle nochmals erläutert:

Steuerung über das MDM: mit dem MDM kann ein Lehrer nicht direkt auf das Gerät zugreifen. Es ist aber möglich, eine App-Zuweisung, den Klausurmodus und die Sperrung des Gerätes anzufordern. Diese Anforderung wird dann beim nächsten WLAN-Kontakt (auch außerschulisch) des Gerätes aktiviert. Für administrative Benutzer der Schule ist es möglich die installierten Apps auf Geräten einzusehen, nicht jedoch den Inhalt (Daten) in diesen Apps. Eine Standortbestimmung ist nur dann möglich, wenn das Gerät als verloren gemeldet wurde.

Steuerung über die App „Classroom“: Bei der App Classroom sind Schüler*innen Teil eines virtuellen Unterrichtsraum. Innerhalb dieses Unterrichtsraumes sind für den Lehrer diverse pädagogische Funktionen verfügbar, wie beispielsweise das Einsehen von Displays, Statistik über die App-Nutzung im Rahmen der laufenden Unterrichtsstunde, das Sperren des Gerätes oder das Starten von Apps.

Ein Zugriff auf Dateien, die sich auf den Geräten befinden, ist zu keiner Zeit möglich.
 

3.3 Welche Einstellungsänderungen werden auf meinem Gerät durch die Schule vorgenommen?

Für den schulischen Betrieb werden einige wenige Anpassungen vorgenommen, welche die private Nutzung nur geringfügig einschränken. So wird durch das MDM automatisch ein dem Benutzernamen entsprechender Gerätename festgelegt. Darüber hinaus werden einige datenschutzrechtlich notwendige Einschränkungen festgelegt, wie beispielsweise das Teilen von WLAN Zugangsdaten mit benachbarten Geräten, welches zum Schutz des schulischen WLANs unterbunden werden muss. Im Detail sind die Einschränkungen innerhalb der Einstellungen von iPad OS nachzulesen.

 4. Unterricht und Schulalltag

4.1 Welche digitalen Kompetenzen werden den Schüler*innen vermittelt?

Alle Unterrichtsfächer weisen in den Lehrplänen digitale Kompetenzen aus. Als Grundlage dient der Medienkompetenzrahmen des Landes NRW (https://medienkompetenzrahmen.nrw/), welcher gerade aktualisiert und in die Lehrpläne eingearbeitet wurde. Dabei geht es sowohl um das Bedienen und Anwenden zahlreicher digitaler Werkzeuge (z.B. Office, Taschenrechner, Bild-,Audio- und Videobearbeitung) als auch z.B. in Zeiten von Twitter sowie anderer sozialer Netzwerke das Analysieren, Erkennen und Beurteilen von Fake News oder anderen Informationen im Rahmen von Internetrecherchen. Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch der Bereich Kommunikation und Kooperation in Chats, Foren und auf pädagogischen Lernplattformen. Dabei sind viele dieser Themen schon seit einigen Jahren fester Bestandteil des Unterrichts am SGL, einige dieser Medienkompetenzen können auch ohne digitale Endgeräte vermittelt werden.

4.2 Wird der Unterricht nur noch digital gestaltet werden?

Nein. Den Umfang bestimmt die jeweilige Lehrkraft nach pädagogischen sowie fachlichen Gesichtspunkten. Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten gibt es in allen Fächern. Gerade im Sinne der Verbesserung der Medienkompetenz ist ein vielfältiger Medieneinsatz verschiedener Medien wünschenswert und auch die Lehrpläne aller Fächer weisen mittlerweile verpflichtend zu erlangende digitale Kompetenzen aus. Derzeit beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit der Erstellung von Unterrichtsvorhaben, die speziell auf das iPad zugeschnitten sind, damit der „Mehrwert“ für den Unterricht sicher gestellt werden kann.

4.3 Warum müssen immer noch Schulbücher angeschafft werden?

Die Schulbuchverlage bieten bereits zahlreiche digitale Varianten von Schulbüchern an, allerdings ist ein Einsatz digitaler Schulbücher für Schüler*innen nicht in allen Fächern sinnvoll. Hinzu kommt, dass im nächsten Jahr zunächst nur ein Jahrgang mit iPads ausgestattet wird, die Mehrheit der Schüler*innen also noch nicht auf eigene digitale Endgeräte zurückgreifen kann. Das SGL setzt aber bereits in einigen Fächern digitale Schulbücher in Form von digitalen Unterrichtsassistenten ein, welche die Organisation und Durchführung von Unterricht erheblich bereichern und vereinfachen. Zahlreiche Schulbücher bieten außerdem digitales, online verfügbares, Ergänzungs- und Unterstützungsmaterial an, auf das die Schüler*innen auch ohne eigenes digitales Schulbuch zugreifen können. Es bleibt abzuwarten, welche Angebote seitens der Verlage kommen, die einen Umstieg auf digitale Schulbücher rechtfertigen würden und wie sich die Kosten bei einem Umstieg gestalten.

4.4 Was ist das sogenannte „ld-mobile“?

Im schulischen Unterricht müssen die Geräte in einem geringen Umfang „steuerbar“ sein, um den ordentlichen Ablauf des Unterrichts sicherzustellen. Diese Steuerung der Geräte erfolgt durch ld-mobile und ist darauf beschränkt, Schüler*innen im Unterricht einzelne oder mehrere Apps zuzuweisen, an denen sie arbeiten sollen, Ihre Bildschirme zu sperren, wenn die ganze Aufmerksamkeit nach vorn gerichtet sein soll und im Verlauf der Stunde sicherzustellen, dass die Schüler*innen tatsächlich auch nur schulische Recherchen/Arbeiten durchführen und sich nicht mit anderen Dingen im Internet oder in sozialen Medien beschäftigen.

4.5 Was ändert sich hinsichtlich Klassenarbeiten / Klausuren?

Grundsätzlich nichts. Das Schulministerium schreibt vor, dass Klassenarbeiten zunächst auch weiter auf Papier geschrieben werden. Einige Klausuren wurden bereits im schulischen Klassenarbeitsmodus am PC geschrieben, wobei der PC aber lediglich das digitale Werkzeug und Material verfügbar gemacht hat. Das Tablet kommt ab der Oberstufe in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Erdkunde als Ersatz für den grafikfähigen Taschenrechner zum Einsatz, wobei eine CAS (Computer-Algebra-System)-App verwendet wird. Damit geht einher, dass im Fach Mathematik zukünftig die CAS-Versionen der Abituraufgaben gewählt werden müssen.

4.6 Welche Verhaltensregeln gibt es in den Pausen?

Unsere Schule überarbeitetet demnächst die bestehende Handyordnung. Hier wird die Nutzung der Tablets dann mit einbezogen. Grundsätzlich muss es uns gelingen, eine zeitgemäße Regelung zu finden, die den Entwicklungen der Schule Rechnung trägt. Wir wollen nicht, dass unsere Schüler*innen den ganzen Tag auf Bildschirme starren und an den Geräten arbeiten. Bereits jetzt gilt: Die Geräte dürfen in der Schule nur für schulische Zwecke genutzt werden.

4.7 Sind die Lehrkräfte passend fortgebildet?

Das SGL hat ein Fortbildungskonzept und in diesem Schuljahr verstärkt Fortbildbildungen zur Digitalisierung besucht. Die Fortbildungsbeauftragte koordiniert die Fortbildungen und weißt immer wieder auf neue Fortbildungsangebote hin. Dies geschieht in Form von zentralen Fortbildungsangeboten für das gesamte Kollegium, z.B. an Pädagogischen Tagen, aber auch im Rahmen sogenannter „Digitaler Pausen“ oder „Mikrofortbildungen“ von Lehrer*innen für Lehrer*innen. Darüber hinaus besuchen einzelne Lehrer*innen externe Fortbildungen und tragen die Erkenntnisse dann ins Kollegium, z.B. in die Fachschaften. In den nächsten Jahren wird der Fokus vor allem auf der Nutzung der iPads und digitalen Tafeln in Zusammenspiel mit unseren pädagogischen Plattformen im Fachunterricht liegen.

4.8 Wo können die Tablets sicher aufbewahrt werden?

 Die Schüler*innen haben überwiegend eigene Schließfächer zur Verfügung, die durch ein eigens mitgebrachtes Vorhängeschloss gesichert sind. Weitere Schließfächer sind geplant. Die Klassenräume werden in den Pausenzeiten abgeschlossen, wodurch die Geräte insgesamt sicher verwahrt werden können. Sollte es dennoch zu einem Diebstahl kommen, greift die Versicherung für die Geräte (sofern eine über die Eltern abgeschlossen wurde). Das gestohlene Gerät ist für den Dieb allerdings vollkommen nutzlos, da es über die Apple-DEP registriert und unserer Schule eindeutig zugeordnet wurde. Sobald das Gerät W-Lan kontakt bekommt, kann es geortet und eventuell wieder beschafft werden. Beim Versuch es in die Werkseinstellung zurückzusetzen, würde das Gerät sich mit dem Schulserver verbinden und das zugehörige IOS und die eingestellten Apps installieren. Darauf hat der Nutzer ohne Zugangsdaten dann keinen Zugriff.


 

 

Erstellt von Ralph Bartels (Bat)

 

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