Sprungziele
Seiteninhalt
05.06.2019

Transatlantische Freundschaften

Austausch mit Löhnes amerikanischer Partnerstadt Columbus im US-Bundesstaat Indiana

USA-Austausch 2019
USA-Austausch 2019

Eine Woche vor den Osterferien brachen 15 Oberstufenschülerinnen und -schüler auf und verbrachten drei Tage in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten, Washington, wo sie bei sommerlichen Temperaturen berühmte Sehenswürdigkeiten wie das Weisse Haus, das Capitol und das Washington Monument besichtigten und das Kirschblütenfestival sowie ein Basketballspiel erleben konnten. Nach drei Tagen ging es weiter nach Columbus, wo die jungen Leute und ihre Lehrer in Gastfamilien untergebracht waren und das Alltagsleben amerikanischer Schülerinnen und Schüler hautnah miterleben konnten. Die Schülerinnen und Schüler besichtigten nicht nur zwei High Schools, die North und die East High School, sondern nahmen auch am Unterricht ihrer Partnerschüler teil. Grosses Interesse lösten die amerikanischen Sportanlagen und die große Auswahl an unterschiedlichen Fächern aus, die amerikanische Schüler belegen können. Ein Höhepunkt des Austausches waren die Besichtigung der Stadt Columbus, die für ihre Architektur berühmt ist und der Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Lienhoop und Art Schwenk, seines Zeichens früher Deutschlehrer an der North High School, die den Jugendlichen viel über die Gründe dafür, dass Löhne und Columbus heute Partnerstädte sind, erzählen konnten. Besonders Art Schwenk beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte von Columbus und Löhne und konnte den Löhnern die Frage beantworten, warum denn gerade Columbus ihre Partnerstadt in den USA geworden sei: Im Jahre 1850 hatten etwa einhundert Mitglieder der Simeonsgemeinde in Gohfeld Deutschland verlassen, um sich im Gebiet der heutigen Stadt Columbus anzusiedeln. Ein Grossteil der Gründer der evangelischen St. Paulus Gemeinde in Columbus, nämlich 43 von 77 Unterzeichnern, stammte damals aus Löhne. Diese Geschichte geriet lange Zeit in Vergessenheit. Erst im Jahre 1988, als der Löhner Hans-Günther Lichte und seine Frau Edith auf der Suche nach einer verschollenen Vorfahrin die Verbindung nach Columbus wieder herstellten, als sie das Grab der Ururgrossmutter von Edith Lichte, Anna Maria Engel Scheidt, auf dem Friedhof der St. Paulusgemeinde entdeckten. Seitdem, so Schwenk, habe es zahlreiche Besuche von beiden Seiten, sowohl Löhne als auch Columbus, über den Atlantik gegeben. Viele Privatpersonen hätten Besuche gemacht, aber auch regelrechte Reisegruppen hätten die “Reise über den grossen Teich” gewagt. Die erste Löhner Austauschgruppe des Städtischen Gymnasiums sei 1993 unter der Leitung von Christina Albani nach Columbus gekommen, worauf Art Schwenk mit seinen Schülern den ersten Rückbesuch im Jahre 1994 gemacht habe. Seitdem sind die Austauschbesuche zwischen dem Städtischen Gymnasium und der North High School (und jetzt auch der East Hight School) zu einem regelmäßig wiederkehrendem Ereignis im Schulalltag geworden. Zahlreiche Familien in Löhne und Columbus haben Kontakte zueinander aufgebaut. Die fünfzehn Löhner Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt darüber, Teil einer so langen Tradition zu sein. Sie konnten jetzt auch verstehen, warum so viele ihrer Partnerschüler deutsche Nachnamen tragen wie sie selbst. (Obwohl die Amerikaner, bedingt durch den Einfluss des Englischen, ihre Namen nicht immer richtig aussprechen können.) Auch bei diesem Austausch sind wieder zahlreiche Freundschaften geknüpft worden. Beim Abschied in Indianapolis, von wo die Löhner Gruppe zum letzten Teil ihrer Reise nach Chicago weiterreiste, gab es viele Tränen. Es wird aber schon bald ein Wiedersehen geben, denn im nächsten Frühjahr wird eine amerikanische Austauschgruppe von zwölf Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrerinnen nach Löhne kommen. Im darauffolgenden Frühjahr (2021), dem Jahr, in dem die Stadt Columbus ihren zweihundertsten Geburtstag feiert, wird wieder eine Löhner Gruppe nach Indiana reisen.

USA-Austausch2019
USA-Austausch2019
Seite zurück Nach oben