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Korrekte Beschilderung für Radfahrer und Fußgänger im Verlauf der Löhner Str.

Gelöst / Erledigt
Eintrag vom 10.06.2020

Ich fahre zum Beispiel mit dem Fahrrad zur Arbeit, komme aus der Kampstr. und biege rechts auf die Löhner Str. ab. Da direkt nach der Einmündung nur ein ausgewiesener Gehweg ist, fahre ich auf der Straße bis ich vor dem Kreisel auf den nun beginnenden kombinierten Geh-/Radweg der einen als Fahrradfahrer um den Kreisverkehr herumführen soll geleitet werde. Ich überquere den Kreisverkehr über die Querungshilfe und werde nach dem Kreisverkehr wieder auf die Straße geleitet. Es folgt aber kein erneutes Ausweisen als reiner Gehweg. Nun komme ich an die LZA Weihestr./Löhner Str. und sehe nach der Sanierung derselben Kombischeiben in den Fußgängerlichtzeichen, was verwirrend ist, da ich ja vorher erst auf die Straße abgeleitet wurde und meines Wissens nach den Gehweg nicht nutzen darf. Daher frage ich mich, wozu die Kombischeiben verbaut wurden. Ich fahre danach weiter auf der Löhner Str. und biege schlussendlich nach Links in Richtung Flagenstr. ab wo ich kurz über 3m Gehweg fahre der mit dem entsprechenden Schild zur Nutzung freigegeben ist. Danach ist die Sache klar, der Radweg ist vernünftig ausgeschildert. Auf dem Rückweg habe ich dasselbe Problem. Ich fahre das kurze Stück über den freigegebenen Gehweg von der Straße am Brink zur Flagenstr. und von da an wieder auf der Löhner Str. da die Gehwegbenutzung ab der Einmündung Flagenstr. in Richtung Bad Oeynhausen nicht freigegeben ist. An der LZA Weihestr./Löhner Str. stehe ich also mit Kraftfahrzeugen in der Reihe und warte, dass das Hauptsignal Grün wird, denn wie erwähnt darf ich mit 32 Jahren sicherlich nicht mehr den Gehweg benutzen um über den Fußgängerüberweg die Kreuzung zu überqueren (trotz der Kombischeiben in der LZA). Anschließend werde ich vor dem Kreisverkehr abgeleitet auf den beginnenden Geh-/Radweg zur Kreisverkehrumfahrung wo ich vor Blumen Damitz wieder auf die Straße geleitet werde. Dort fahre ich dann bis zur Einmündung Kampstr. wo ich wieder links abbiege. Meine Frage ist, interpretiere ich die gegebenen Umstände richtig und verhalte mich dementsprechend richtig? Ich habe deswegen auch schon mit dem ADFC Löhne geschrieben und dort konnte man mir auch nicht weiter helfen was die Kombischeiben an der LZA angeht, aber dort ist man der Ansicht, das es sich um reine Gehwege handelt, dessen befahren mit einem Fahrrad nicht erlaubt ist und das die Kombischeiben an der LZA im aktuellen Umfeld unsinnig sind. Wenn ich die Sachlage richtig verstanden habe und mich korrekt verhalte, würde ich anregen den Gehweg eindeutiger als solchen zu kennzeichnen, oder die Beschilderung nachzubessern. Evtl. ließe sich, wenn ich tatsächlich auf der Straße fahren muss, auch ein neues Schild bei der Einmündung Flagestr. und nach dem Kreisverkehr Brückenstr. aufstellen (Gibt Radfahrern 1,5m mit dem entsprechenden Piktogram, welches in schon in mehreren Städten gesehen habe) Ich habe auch ein Bild angehangen wo ich versuche die Situation deutlich zu machen.

Kategorie: Anregungen

Bearbeitung

18.06.2020 10:33
Status: Gelöst / Erledigt
Meldung: Die von Ihnen beschriebene Führung des Radverkehrs ist vollständig richtig dargestellt. Sie wurde vor einigen Jahren in gemeinsamer Abstimmung der im Straßenverkehr zuständigen Fachbehörden mit dem Fahrradverband ADFC bei einer gemeinsamen örtlichen Begutachtung festgelegt.

Zu der Radverkehrsführung, die zugegebenermaßen in diesem Bereich häufiger wechselt und damit nicht sehr leicht nachvollziehbar ist, möchte ich folgende Erläuterungen machen: da es sich bei einem Fahrrad um ein Fahrzeug im Sinne der StVO handelt, muss es grundsätzlich auf der Fahrbahn geführt werden. Nur bei besonderen Gefahrenlagen und einer geeigneten baulichen Anlage darf eine hiervon abweichende Nutzungspflicht auf einem Geh- und Radweg bzw. einem separatem Radweg angeordnet werden. Bei einem ausreichend breiten Gehweg (ab 3,50 m) kann auch ein Nutzungsrecht für den Radverkehr als "nicht benutzungspflichtiger Radweg" eingeräumt werden.

Aus diesem Grunde wird der Radverkehr an der "Kampstraße" und der "Löhner Straße" grundsätzlich auf der Fahrbahn geführt. Er wird lediglich aufgrund der schmalen Fahrbahnbreite in dem Kreisverkehr "Brückenstraße/ Löhner Straße" von der Fahrbahn auf einen separaten Geh- und Radweg um den Kreisverkehr herum und anschließend wieder auf die Fahrbahn zurückgeführt.

Des Weiteren wird er aufgrund der geringe Fahrbahnbreite an der "Löhner Straße" in Höhe der Brücke über die B 611 über einen separaten Radweg auf der Südseite geführt. Aus diesem Grunde muss der Radverkehr die "Löhner Straße" in Höhe der Einmündung "Flagenstraße" queren, um dort zu dem Radweg zu gelangen.

Eine Ausweisung als reiner Gehweg darf nach der StVO nur dort erfolgen, wo er nicht schon baulich als solcher erkennbar ist. Dieses ist aufgrund der Ausgestaltung als Hochbordanlage (umgangssprachlich Bürgersteig) jedoch eindeutig der Fall, so dass hier keine zusätzliche Beschilderung zulässig ist.

Die von Ihnen beschriebene Signalisierung mit Kombischeiben "Fußgänger und Radverkehr" an der Lichtsignalanlage "Löhner Straße/ Weihestraße" besteht noch aus der Zeit, als die Gehwege an der "Löhner Straße" mit dem Zusatzzeichen "Radfahrer frei" zur Nutzung für den Radverkehr freigegeben waren. Da dieses Benutzungsrecht vor einiger Zeit aufgehoben wurde, sind die Kombischeiben demensprechend zu ändern und nur mit der Signalisierung für Fußgänger zu versehen. Es wurde deshalb bereits ein Auftrag an den für diese Lichtsignalanlage zuständigen Landesbetrieb Straßen NRW erteilt, so dass von einer zeitnahen Umsetzung auszugehen ist. Ich möchte mich diesbezüglich für Ihren Hinweis bedanken.


10.06.2020 21:52
Status: In Bearbeitung
Meldung: Hallo, danke für Ihre Anregung und für Ihre Mühe für die ausführliche Darstellung. Ich werde mich am Freitag direkt an den zuständigen Fachbereich wenden und werde mich Anfang der nächsten Woche bei Ihnen melden. Liebe Grüße und einen schönen Feiertag. U. Nolting