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Eichenprozessionsspinner

 Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Nachtschmetterling, dessen Raupen sich hauptsächlich von Eichenlaub ernähren.  Der Schmetterling ist in ganz Europa verbreitet. Schwerpunkt des Verbreitungsgebietes sind Mittel-, Süd- und Osteuropa. Inzwischen ist der Eichenprozessionsspinner jedoch auch bei uns im Kreis Herford angekommen und kann auch in Löhne vorkommen.
Eichenprozessionsspinner
Eichenprozessionsspinner

 Der kurzlebige Schmetterling, welcher nur des Nachts aktiv ist,  tritt kaum in Erscheinung. Er ist nur ca. 25 bis 30 mm groß und unscheinbar grau. Von ihm geht keine Gefahr aus. Die Raupen jedoch können gesundheitliche Risiken verursachen. Diese bewegen sich nachts prozessionsartig fort und können bei Gefahr nicht sichtbare Brennhaare „abschießen“, welche das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Bei Berührung mit den Haaren kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

 

Weitere Informationen gibt es beim Kreis Herford.

Zur Übersicht der Vorkommen des Eichenprozessionsspinners im Kreis Herford kommen Sie hier:
Karte zum Vorkommen des Eichenprozessionsspinners

Die orangen Punkte zeigen gesichtete Nester an.
Gelbe Punkte kennzeichnen Nester, deren Beseitigung schon in Auftrag gegeben wurde.
Grüne Sterne bedeuten, dass hier der Befall bereits beseitigt wurde.


Der Eichenprozessionsspinner besiedelt, wie sein Name besagt, vorwiegend Eichen und zeigt eine Vorliebe für die heimischen Eichenarten Stieleiche (Quercus robur) und Traubeneiche (Quercus petraea). Er kommt nicht an Sträuchern oder anderen Laubbäumen vor.

Verwechslung:

Gespinstmotte
Gespinstmotte

Der Eichenprozessionsspinner wird jedoch oft verwechselt mit den Gespinstmotten, welche gerade im Mai heimische Straucharten insbesondere Pfaffenhütchen, Weißdorn und Traubenkirsche, aber auch Pappeln und Weiden befallen.  Die Raupen fressen die Gehölze oftmals vollkommen kahl und überziehen Stämme, Äste und Zweige mit einem Gespinst. Die Gespinstmotten sind jedoch nicht gefährlich. Die Sträucher erholen sich oft wieder und bilden im Juni noch einmal neue Blätter.

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