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Grußwort des bürgermeisters zum Jahreswechsel

New Year Concept 2020 Calendar. 3D Render
New Year Concept 2020 Calendar. 3D Render

Liebe Löhnerinnen und Löhner,

das Jahr 2019 ist bald Geschichte – Zeit für Bilanzen, Rückblick auf wichtige Ereignisse und Vorschau auf das, was 2020 auf der Agenda steht.

Meine Bilanz für das Jahr 2019 ist trotz aller Herausforderungen und Ereignisse, die uns den Alltag  nicht immer leicht gemacht haben, durchweg  positiv.  Das ausklingende Jahr war für Löhne ein überaus ereignisreiches – wir alle feierten gemeinsam den 50. Geburtstag unserer schönen Stadt. Mit vielen unterschiedlichen, kleinen und größeren Veranstaltungen, Aktionen und kulturellen Highlights haben sich viele  Löhnerinnen und Löhner, Vereine und Unternehmen beteiligt. Dafür möchte ich mich im Namen von Rat und Verwaltung ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Unsere Stadtgesellschaft in Löhne ist vorbildlich.

Weltweit haben vor allem die Themen Zukunft, Klimawandel und Rassismus die Medien beherrscht – und diese Themen sind natürlich auch in unserer Heimat angekommen.

Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass, die wachsende Popularität nationalistisch und rechtsradikal ausgerichteter Parteien und Gruppierungen – auch das war 2019 ein großes Thema, das mich persönlich sehr betroffen gemacht und bewegt hat. Ob der Anschlag auf die Haller Synagoge oder der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke – es gab zu viele Angriffe dieser Art und zu viele Hetzparolen. Doch trotz aller Ängste und Befürchtungen blicke ich mit Zuversicht und jeder Menge Stolz auf Löhne, wo Fremdenfeindlichkeit mit Entschlossenheit und Mut entgegen getreten wird. So wurde beispielsweise das Städtische Gymnasium im September als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Auch andere Schulen unserer Stadt tragen bereits dieses Siegel und engagieren sich für ein friedliches und faires Miteinander.

Die Bilanz in Löhne ist positiv, aber nur weil alle daran beteiligt sind.  Es wurden viele Vorhaben in die Tat umgesetzt, gerade auch im Straßenbaubereich. Im August wurde der Kreisel an der Herforder Straße in Löhne-Ort freigegeben. Auf diese Weise konnte ein Unfallschwerpunkt  entschärft werden. Weiterhin konnte im Oktober die umfangreiche Sanierung des Gymnasiums abgeschlossen werden – für Schüler und Lehrer endete damit eine mit viel Lärm und Stress verbundene Zeit, die gehörig an den Nerven zehrte. Auch hinsichtlich der oft kritisierten Waldarmut haben wir etwas getan. Die Bürgerwälder gedeihen prächtig, in den vergangenen Monaten wurden zahlreiche neue Bäume gepflanzt – hier gilt mein Dankeschön allen Baumpatinnen und Baumpaten, ohne die diese Art der Aufforstung nicht möglich gewesen wäre. Im November wurden wir für unsere Anstrengungen im Klimaschutz mit dem „European Energy Award“ ausgezeichnet.

Doch trotz aller Erfolge und Feierstunden gab es auch weniger erfreuliche Nachrichten: So ist die Gewerbesteuer im Laufe des Jahres eingebrochen, um rund 3,0 Millionen Euro. Auch der Anteil an der Einkommenssteuer hat sich reduziert – es muss also vorsichtig gehaushaltet und kalkuliert werden. Und das in vielen Bereichen, denn nur auf diese Weise können wir unser Ziel, einen ausgeglichenen Haushalt, erreichen.

Trotzdem bleibt die Bilanz positiv, inhaltlich auf jeden Fall. Ich höre immer wieder, dass Löhnes Lebensqualität auf ostwestfälisch gesagt „eigentlich ganz gut“ ist. Mir kommt es auch auf die Inhalte an, vor allem in diesen Worten zum Jahreswechsel, die ich jetzt schon zum 5. Mal an Sie richten darf. Ich könnte noch viel Stichpunkte, Zahlen, Kosten, Projekte und Ideen auflisten, es gibt neue und zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten, „Himmelsstürmer“ heißt die neue Kita in der ehemaligen Förderschule in Obernbeck, wir erhalten eine Förderung für das Projekt Starkregenvorsorge, als erste Kommune in OWL. Zum 1. Januar 2020 gibt die neuen Stadtwerke Löhne und die Wohnstadt Löhne – Unternehmen für Wohnen und Quartiersentwicklung, wir bauen mit dem Wasserbeschaffungsverband einen neuen Hochbehälter, um die Wasserversorgung zu sichern und Löhne hat 2019 die Ehrenamtskarte eingeführt.

Doch zu tun gibt es weiterhin mehr als genug in unserer Stadt. Als Ihr Bürgermeister möchte ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass Löhne eine lebens- und liebenswerte Kommune bleibt, dass bereits begonnene Projekte fortgeführt werden und zum Abschluss kommen. Es gilt noch einiges weiter zu führen und einiges möchte ich unbedingt mit Ihnen gemeinsam für unsere Stadt realisieren. Dazu gehört die Umsetzung von Konzepten in der Stadtmitte, also Bahnhof, Werre und Lübbecker Straße; aber auch die Förderung von Projekten in unseren Ortsteilen.

In den zurückliegenden 50 Jahren hat es unsere Stadt schon zu einigen Errungenschaften gebracht, wie zum Beispiel die Werretalhalle oder unsere Musikschule. Die größte Errungenschaft stellt in meinen Augen aber das beispielhafte und vielfältige ehrenamtliche Engagement für unsere Gemeinschaft dar.

Mein Dank geht deshalb an alle, die sich für unsere Stadtgesellschaft engagieren, beruflich oder privat, an die Kirchengemeinden, die Politik, die Schülerinnen und Schüler, an alle Vereine, an die Ehrenamtlichen und die Unternehmen.

Ich wünsche Ihnen von Herzen einen guten Start in das neue Jahr, alles Gute, Zufriedenheit und Gesundheit – mögen alle Ihre Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihr Engagement.

Herzliche Grüße

Ihr
Bernd Poggemöller
Bürgermeister

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