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Zur Geschichte des Aktionstages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung


Ursprünglich handelt es sich um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung  von Menschen mit Behinderungen, der bereits seit über 20 Jahren begangen wird und von einer Gruppierung von Betroffenen ins Leben gerufen wurde.

Mittlerweile ist der Begriff „Protesttag“ nicht mehr ganz zeitgemäß und die Aktion Mensch, die in Deutschland die Federführung für diesen Tag hat, nennt ihn mittlerweile selbst Aktionstag.

Trotzdem ist es  weiterhin notwendig, trotz aller positiven Entwicklungen, sich dafür einzusetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können und auf die Belange und Interessen der Menschen mit Behinderungen hinzuweisen, und auch darauf hinzuweisen, dass die Lebenswirklichkeit noch nicht so gestaltet ist, dass man von einer wirklichen Gleichstellung sprechen kann.

Seit mehr als 20 Jahren veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. Dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden.

Als die Aktion Mensch 1998 zum ersten Mal diese Aktion unterstützt hat, gab es rund 100 Veranstaltungen.

Mittlerweile sind es bundesweit mehr als 750 Veranstaltungen!

Zahlen des Statistischen  Bundesamtes aus dem Oktober 2016:

  • 7,6 Mio. Schwerbehinderte lebten Ende 2015 in Deutschland
  • Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So war nahezu ein Drittel (32 %) der schwerbehinderten Menschen 75 Jahre und älter;
  • knapp die Hälfte (44 %) gehörte der Altersgruppe von 55 bis 74 Jahren an.
  • 2 % waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. 
  • Mit 86 % wurde der überwiegende Teil der Behinderungen durch eine Krankheit ver­ursacht.
  • 4 % der Behinderungen waren angeboren beziehungsweise traten im ersten Lebensjahr auf.
  • 2 % waren auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen. 
  • Ca. 24.000 Schwerbehinderte leben im Kreis Herford, das sind fast 10 % aller Einwohner (Quelle: Kreisverwaltung Herford)
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