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Bestattungskosten finanzieren

Bestattungskosten finanzieren

Beschreibung /Allgemeines

Wenn ein Angehöriger verstirbt, stellt sich natürlich auch die Frage, aus welchen Mitteln die Bestattung bezahlt werden kann.

Grundsätzlich sind die Angehörigen bestattungspflichtig. Die Bestattungspflicht ergibt sich aus § 8 Abs. 1 Bestattungsgesetzt Nordrhein-Westfalen (BestG NRW).

Danach sind in nachstehender Rangfolge die Angehörigen zur Bestattung verpflichtet:

• Die Ehegattin oder der Ehegatte

• Der Lebenspartner oder die Lebenspartnerin

• Die volljährigen Kinder

• Die Eltern

• Die volljährigen Geschwister

• Die Großeltern

• Die volljährigen Enkelkinder

Das bedeutet, dass der jeweils für die Bestattung verpflichtete Angehörige die Kosten der Bestattung zu übernehmen hat.

Die Kosten einer Bestattung sind nicht unerheblich und die Übernahme dieser Kosten ist den Angehörigen nicht immer möglich.

In diesem Fall besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten beim zuständigen Sozialhilfeträger zu stellen.

Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten:

Zuständigkeit des Sozialhilfeträgers:

Wenn der verstorbene Angehörige bis zu seinem Tod in einer stationären Pflegeeinrichtung gelebt hat und Sozialhilfeleistungen durch einen Sozialhilfeträger erhalten hat, liegt die Zuständigkeit für die eventuelle Übernahme der Bestattungskosten ebenfalls bei diesem Sozialhilfeträger. Im Falle der Übernahme der Heimpflegekosten durch den Sozialhilfeträger Kreis Herford ist auch der Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten hier zu stellen. Sollte ein anderer Sozialhilfeträger die Heimpflegekosten übernommen haben, ist der Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten bei diesem zu stellen.

In allen anderen Fällen (auch wenn der Verstorbene zwar in einem Pflegeheim gelebt, aber keine Sozialhilfeleistungen erhalten hat) ist das jeweilige Sozialamt des Sterbeortes für die eventuelle Übernahme der Bestattungskosten zuständig.

Anerkennungsfähige Kosten der Bestattung:

Die Ermittlung des sozialhilferechtlichen Bedarfs einer Bestattung richtet sich nach § 74 Sozialgesetzbuch, 12. Buch, (SGB XII).

Es können nur Kosten anerkannt werden, die unmittelbar der Bestattung dienen, beziehungsweise mit der Durchführung der Bestattung untrennbar verbunden sind.

Die Höhe der anzuerkennenden Kosten beschränkt sich auf eine angemessene, würdige und ortsübliche Bestattung.

Den Bestatter können Sie frei wählen.

Für weitere Einzelheiten zu den anerkennungsfähigen Kosten: PDF-Download

Hinweis :

Damit die Kosten den angemessenen Rahmen im Sinne von § 74 SGB XII nicht übersteigen, sollten Sie den Bestatter darauf hinweisen, dass es sich um eine sogenannte „Sozialbestattung“ handelt und Sie einen Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten beim zuständigen Sozialamt stellen werden.

Der Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten kann durch die jeweiligen Anspruchsberechtigten gestellt werden. Hierbei kann es sich durchaus um mehrere bestattungspflichtige Personen handeln.

Die Anspruchsberechtigung für Leistungen nach § 74 SGB XII richtet sich ebenfalls nach einer Rangfolge:

  1. Die Erben (auch wenn es keine Erbschaft gibt)
  2. Die Unterhaltspflichtigen
  3. Die Person/Personen, die auf Grund der Bestattungspflicht die Bestattung veranlasst hat bzw. hätte veranlassen müssen und zur Übernahme der Kosten verpflichtet wären. Der Antrag ist bei dem jeweils zuständigen Sozialhilfeträger einzureichen.

Bei mehreren Anspruchsberechtigten wird die mögliche Leistung auf die Anspruchsberechtigten aufgeteilt. Dabei ist es nicht entscheidend, ob alle Anspruchsberechtigen einen Antrag stellen.

Beispiel:

Herr A. wohnt in einem Pflegeheim und erhält Hilfe zur Pflege in Einrichtungen. Herr A. verstirbt.

Herr A. ist verwitwert und hat 5 Kinder. Alle Kinder werden automatisch zu Erben und sind anspruchsberechtigt. Damit hat jedes Kind einen möglichen Anspruch auf Übernahme der Bestattungskosten in Höhe von 1/5 der Leistung.

3 Kinder stellen einen Antrag, 2 Kinder nicht. Damit können maximal 3/5 der möglichen Leistung ausgezahlt werden. 2/5 verfallen.

Wichtig: Bei einer eventuellen Übernahme der Bestattungskosten handelt es sich nicht um eine Sozialhilfeleistung an den verstorbenen Angehörigen, sondern an den jeweiligen Antragsteller!

Das bedeutet, dass jeder Antragsteller auf seine Sozialhilfeberechtigung zu überprüfen ist.

Für weitere Einzelheiten zur Feststellung der Sozialhilfeberechtigung: PDF-Download

Leistung

Soweit sich ein Leistungsanspruch ergibt, wird dieser direkt an den Antragsteller ausgezahlt. Die Auszahlung an eine dritte Person (z.B. den Bestatter) ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich

Rechtsgrundlage

Die Ermittlung des sozialhilferechtlichen Bedarfs einer Bestattung richtet sich nach § 74 Sozialgesetzbuch, 12. Buch, (SGB XII).

Kosten-Gebuehren

Für die Antragstellung fallen keine Kosten oder Gebühren an.

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