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24.07.2019

Wasserknappheit im Juni, Juli und August 2019

Info-Hotline 05732 100251

Wassersparen
Wassersparen

Wegen der anhaltenden Trockenheit kann es weiterhin zu Wasserknappheit im Gebiet des Wasserbeschaffungsverbandes Am Wiehen kommen.
Betroffen sind die Städte Löhne, Bad Oeynhausen sowie die Gemeinden Hüllhorst und Hille (über den WBV des Amtes Hartum).

Normalerweise liegt der Tagesverbrauch bei 14.000 - 15.000 Kubikmetern, in den letzten Tagen wurden die bisher höchsten Verbräuche des Jahres mit rund 18.000 Kubikmetern gemessen. Rasensprenger und die Befüllung von Gartenpools machen sich stark bemerkbar.

Eine Verschwendung der knappen Ressource Trinkwasser sollte deshalb unbedingt unterbleiben. Die Stadt fordert dringend dazu auf, Gärten nicht mit Trinkwasser zu sprengen oder Pools und sonstige Becken mit Leitungswasser zu füllen. Auch das Arbeiten mit Hochdruckreinigern muss unterbleiben. Bürgermeister Bernd Poggemöller ruft zur Mithilfe auf: „Wir sind überzeugt, dass mit dem Engagement aller Beteiligten die Situation gemeistert wird und hoffen auf Ihr Verständnis.“

Am 27.06.2019 ist eine Ordnungsbehördliche Verordnung zur Nutzung von Trinkwasser im Stadtgebiet Löhne in Kraft getreten:

Bekanntmachung Ordnungsbehördliche Verordnung zur Trinkwasserversorgung

Die Einhaltung dieser Verordnung wird durch Kräfte des Ordnungsamtes und der Polizei kontrolliert.

Die Lieferungen von benachbarten Wasserbeschaffungsverbänden und Eigenförderungen sind bereits am Limit. Der Bau eines weiteren Hochwasserbehälters ist in Planung; eine zusätzliche Verbundmöglichkeit mit dem Wasserbeschaffungsverband Wiehengebirge in Hille konnte gestern in Betrieb gehen. Die beteiligten Städte verzichten gegenwärtig auf das Sprengen und Bewässern eigener Flächen, z.B. bei Sportplätzen.

Es kann weiterhin zu Engpässen kommen, wenn über eine weitere längere Periode Temperaturen mit hohen Wasserverbräuchen herrschen. Um eine Ausnahmesituation ohne Leitungswasser zu verhindern, vertrauen wir auf Ihre Kooperationsbereitschaft. Die Stadt Löhne selbst hat den Leitungswasserverbrauch auf das Äußerste eingeschränkt. Jetzt sind alle Bürgerinnen und Bürger gefragt, bitte gehen Sie sorgsam mit Trinkwasser um.

Nach den Erfahrungen der Vorjahre ist mit einer Entspannung der Situation mit Beginn der Sommerferien zu rechnen. Eine  zusätzliche Transportleitung zwischen Porta Westfalica und Bad Oeynhausen kann innerhalb eines Zeitraums von 4 - 6 Wochen Entlastung verschaffen.

Grafik «Aktuelle Daten und Meßwerte, 00:00 Uhr«*

*Die Grafik zeigt die Behälterstände von 00:00 Uhr an, da dieser Wert erfahrungsgemäß der niedrigste Tageswert und somit für die derzeitige Trinkwassersituation maßgeblich ist.

FAQ - Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wie lange dauert der Zustand noch?

Bis auf weiteres. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und falls sich die Situation stabilisieren sollte,  werden Informationen über die Homepage der Stadt  www.loehne.de  bzw. facebook (loehne.de) veröffentlicht.

Dürfen Mengen aus Brunnen verwendet werden?

Ja, sofern keine Einspeisung aus dem Trinkwassernetz erfolgt.

Dürfen Gärtnereien und Landschaftsbaubetriebe ihre Pflanzen bewässern?

Ja, die gewerbliche Nutzung ist gestattet. Die Bewässerung sollte aber möglichst minimiert werden.

Was ist mit privaten Regenwasserauffangbehältern?

Im Gebiet der Stadt Löhne ist es bereits heute flächendeckend möglich, anfallendes Regenwasser aufzufangen und für eigene Zwecke zu verwenden, um damit sinnvollerweise den Verbrauch von kostbarem Trinkwasser zu reduzieren.

So ist die Errichtung einer Regenwasserzisterne und/oder der Betrieb eines Brunnens mit Nutzung etwa für die WC-Spülung und/oder für die Gartenbewässerung gerade in den regenarmen Jahreszeiten auch bei einem Anschluss des Grundstücks an einen städtischen Regenwasserkanal grundsätzlich jederzeit möglich.

Zur Sicherung der gemeinwohlverträglichen Stadtentwässerung auch in den regenintensiven Jahreszeiten ist allerdings zu beachten, dass der Überlauf von Regenwasserauffangbehältnissen dann an den Regenwasserkanal anzubinden ist.

Weitere Auskünfte zu dieser Thematik können gerne bei den Mitarbeitern der WBL eingeholt werden.

Weitere wichtige Fragen

Man dreht den Wasserhahn auf – und es kommt nichts mehr raus. Kann dieses Horrorszenario in den nächsten Tagen angesichts der Wasserknappheit in Löhne wahr werden?

Die Wasserknappheit war vor allen Dingen auf einen erhöhten Verbrauch in den vergangenen teilweise sehr heißen Tagen zurückzuführen. Es wurde mehr verbraucht, als das Wasserwerk zur Verfügung stellen konnte. Daher bitten wir alle Bürger, sparsam mit Wasser umzugehen, damit dieses Szenario nicht eintrifft.

Kochen, trinken, duschen – darauf kann man doch nicht verzichten.
Das muss auch niemand. Aber wir bitten darum, in dieser Engpasssituation nicht lebensnotwendige Verbräuche einzustellen. Damit sind zum Beispiel gemeint, den Pool im Garten zu befüllen oder stundenlanges Rasensprengen in praller Sonne.

Warum trifft es mehrere Jahre infolge immer Löhne? Hat man aus den Wasserknappheiten der vergangenen Jahre nichts gelernt?    
Es stimmt, dass bereits in den Jahren 2017 und 2018 das Wasser knapp wurde. Die Wasserversorger haben entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die aktuell Wichtigste ist die eine neue Transportleitung von den Stadtwerken Porta Westfalica und Bad Oeynhausen. Die Inbetriebnahme soll in Kürze Ende Juli erfolgen. So lange bitten wir alle Bürger nochmal inständig, ihren Wasserverbrauch besonders an heißen Tagen im normalen Rahmen zu halten.

Was für Maßnahmen wurden noch getroffen?
Schon 2017 wurden Lösungsansätze zusammengetragen, von denen einige bereits umgesetzt wurden. Dazu gehört die Bohrung von sechs neuen Brunnen im Wassergewinnungsgebiet Südhemmern, der Abschluss von neuen Wasserlieferungsverträgen mit den Wasserbeschaffungsverbänden Herford-West und Wiehengebirge, die Genehmigung eines zusätzlichen Förderrechts der Bezirksregierung Detmold und die Inbetriebnahme einer neuen Übergabestation auf dem Gebiet der Stadt Hille im Bereich der Schulstraße.

Das scheint aber offensichtlich nicht auszureichen, wenn das Wasser jetzt schon wieder knapp wird.
Der wohl wichtigste Schritt ist ein neuer Hochbehälter fürs Wasserwerk, der mit rund 10.000 Kubikmetern ein viel größeres Fassungsvermögen hat als der derzeitige. Das Grundstück dafür ist bereits gekauft und die Planung bereits realisiert. Im nächsten Schritt muss die Baugenehmigung erfolgen, um den Auftrag zu erteilen. Bis dahin werden wir etwaige Wasserknappheiten mit der neuen Transportleitung, die Ende Juli in Betrieb geht, versuchen aufzufangen.

Woher kommt eigentlich das Wasser für Löhne?
Der Hochbehälter, der die Städte Löhne, Bad Oeynhausen und die Gemeinde Hüllhorst versorgt, steht in Bergkirchen. Die Dimensionen des Behälters reichen nicht aus, um den erhöhten Bedarf an heißen Tagen mit Spitzenverbräuchen zu decken und so viel Wasser zu fördern, wie verbraucht wird. Der Pegel sinkt an solchen Tagen. Daher haben wir den neuen Behälter mit ausreichenden Kapazitäten geplant.

Warum sollen die Bürger sparen und die Betriebe machen so weiter wie bisher?
Auch die Unternehmen sind aufgefordert, so wenig Wasser wie möglich zu verbrauchen. Doch genau wie die Bürger weiter kochen, trinken und duschen etc., soll auch die Produktion der Betriebe aufrechterhalten werden. Um den starken Wirtschaftsstandort Löhne zu erhalten, ist es wichtig, dass die Fertigung in den Betrieben reibungslos läuft, Lieferversprechen eingehalten werden und letztlich auch die Arbeitsplätze von Bürgern aus der Stadt und dem Umland nicht aufgrund der Wasserknappheit gefährdet werden.

Werden Teile des Trinkwassers zur Mineralwasserherstellung verwendet?
Trinkwasser wird in Löhne nicht zur Herstellung von Mineralwasser an Getränkehersteller abgegeben. Denn das Wasser enthält nicht die dazu geforderten Mineralien.

Warum soll ich Wasser sparen, während mein Nachbar sich entgegen aller Vernunft den Pool im Garten volllaufen lässt und sich noch zur Sicherheit die Badewanne bis zum Rand gefüllt hat?
Wasser zu „hamstern“ verschlimmert die Situation noch, da dadurch der Pegelstand unnötig weiter sinkt, das Wasserversorgungssystem unnötig belastet wird und man letztlich mit einer Badewanne voll Wasser auch nicht weit kommt. Man sollte nicht vorschnell über die Nachbarn urteilen, da viele Löhner ihre Gärten auch mit Brunnenwasser versorgen. Die größte Hilfe ist, Wasser bewusst und in einem vernünftigen Rahmen zu verbrauchen.

Wie soll man sich dann abkühlen?
Zum Beispiel im Löhner Freibad, das mit Brunnenwasser gespeist wird.

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