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Brötchentütenaktion: Gewalt kommt nicht in die Tüte

Rund um den 25. November verwenden viele Bäckereien in den Kreisen Herford und in Minden-Lübbecke Tüten mit entsprechenden Aufdrucken, um auf das Thema häusliche Gewalt und das Hilfetelefon aufmerksam zu machen.

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Plakat_Gewalt kommt nicht in die Tüte 2020
Plakat_Gewalt kommt nicht in die Tüte 2020

Wer in der Woche um den 25. November Brot und Brötchen kauft, bekommt in vielen Bäckereien eine Brötchentüte mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte“, erzählt Simona Langenberg, die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Herford und Geschäftsführerin des Fachforums gegen Häusliche Gewalt.

In der Stadt Löhne werden die Tüten in den Filialen von Karlchens Backstube, Schäfers Brot- und Kuchenspezialitäten und Bäckerei Schmidt eingesetzt. Diese Brötchentüten informieren zum Thema „Häusliche Gewalt“ und sollen Betroffene auf das bundesweite Hilfstelefon mit der Nummer 08000 116 016 »Gewalt gegen Frauen«  aufmerksam machen, das sogar in 17  verschiedenen Sprachen rund um die Welt berät.

Schon in der Zeit vor dem 25. November, wird mit Plakaten unter dem Motto „Wir machen mit!“ darauf hingewiesen, dass die Bäckereien sich an der Aktion beteiligen.

Ziel der Aktion ist es, eine breite Öffentlichkeit für das Thema „Häusliche Gewalt“ zu sensibilisieren. „Gerade in der Corona-Zeit, in der ein Stück weit die soziale Kontrolle wegfällt, ist es besonders wichtig, auf das Thema aufmerksam zu machen und Betroffene über Unterstützungsangebote zu informieren“, findet Monika Lüpke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Löhne.

Das fanden auch die Bäckereien in Löhne, die sich sofort bereit erklärt haben, an der Aktion teilzunehmen: „Wir sind begeistert von dieser Aktion und freuen uns, mit den von uns verteilten Tüten vielleicht Betroffenen einen Weg zu Beratungsstellen zeigen zu können.“, so Stefanie Sander von Karlchens Backstube.

Im Kreis Herford werden insgesamt ca. 60.000 Tüten verteilt, 15.000 davon in Löhne.  „Wir konnten leider nicht alle Bäckereien in Löhne ansprechen. Sollten also noch andere Bäckereien dies lesen und gerne noch mitmachen, können sie sich auch kurzfristig noch unter gleichstellung@kreis-herford.de  melden.“ , so Monika Lüpke.

Gerade auch weil so viele andere geplante Aktionen rund um den 25. November wegen Corona abgesagt werden mussten, sind die Initiatorinnen doppelt froh, dass hier noch eine öffentlichkeitswirksame Aktion möglich geblieben ist. Diese Aktion haben das Fachforum gegen „Häusliche Gewalt“ im Kreis Herford, die Gleichstellungsstellen in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke und die Soroptimistinnen Lübbecker Land und Bad Oeynhausen/Wittekindsland gemeinsam initiiert. Viele der beteiligten Bäckereien haben ihre Filialen in beiden Kreisen. Unterstützt wird die Aktion auch vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Auf dem Instagram Kanal @gleichstellung_ AGKreisHerford  wird über den Fortgang der Aktion berichtet.

Internetseite: https://www.hilfetelefon.de/

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